Krebsbefall des Bauchfells – HIPEC-Behandlung

Das Bauchfell (medizinisch Peritoneum) kleidet den menschlichen Bauchraum aus. Das Bauchfell umgibt fast alle inneren Organe unterhalb des Zwerchfells bis zum Eingang des kleinen Beckens. Das Bauchfell sondert Peritoneal-Flüssigkeit ab, saugt sie auf und ermöglicht so die reibungslose Bewegung der Organe.

Das Bauchfell (medizinisch Peritoneum) kleidet den menschlichen Bauchraum aus. Das Bauchfell umgibt fast alle inneren Organe unterhalb des Zwerchfells bis zum Eingang des kleinen Beckens. Das Bauchfell sondert Peritoneal-Flüssigkeit ab, saugt sie auf und ermöglicht so die reibungslose Bewegung der Organe. (Anmerkung: Hier bitte auch Schriftbild vereinheitlichen)
Ein Krebsbefall des Bauchfells wird Peritonealkarzinose genannt. Er entsteht meist infolge anderer fortgeschrittener Krebserkrankungen im Bauchraum. Ein Krebsbefall des Bauchfells war lange kaum, beziehungsweise nur mit sehr starken Nebenwirkungen behandelbar. Dies bedeutete, dass die Heilungsaussichten früher gering und die Lebenserwartung stark verkürzt waren.
In den vergangenen Jahren wurde ein neues, sehr aufwändiges Verfahren entwickelt, das eine chirurgische Tumorentfernung mit einer spezialisierten Chemotherapie verbindet, das sogenannte HIPEC-Verfahren (hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion). Nach der chirurgischen Entfernung der Tumormassen werden Drainagen in den Bauchraum eingebracht und der Bauch verschlossen. Im Anschluss erfolgt in der gleichen Sitzung die Durchführung der HIPEC. Hierbei wird der Bauchraum über den Zeitraum von 90 Minuten mit einer auf 41-42°C erwärmten Chemotherapielösung gespült. Die erhöhte Temperatur führt zu einer besseren Wirkung des Chemotherapeutikums gegenüber den Tumorzellen, welche durch die höhere Temperatur anfälliger für die Wirkung der verwendeten Chemotherapeutika sind. Das Ziel der HIPEC ist, die nach der CRS verbliebenen, nicht sichtbaren Tumorreste zu zerstören.
Die HIPEC-Therapie kann die Beschwerden, die mit einem fortgeschrittenen Tumor im Bauchraum und einer Peritonealkarzinose einhergehen, deutlich lindern. Erste wissenschaftliche Studien lassen zudem auf eine deutliche Verlängerung der Lebenszeit schließen. Da eine Peritonealkarzinose aber meist mit einem fortgeschrittenen Tumorstadium einhergeht, ist häufig, insbesondere bei einem ausgeprägten Befall des Bauchfells, leider nicht von einer vollständigen Heilung auszugehen.
Ob dieses spezialisierte Verfahren für einen Patienten geeignet ist, entscheiden wir im Einzelfall in unserer interdisziplinären (fachübergreifenden) Tumorkonferenz gemeinsam mit Onkologen, (Fachärzten für Krebserkrankungen) Radiologen (Spezialisten für bildgebende Verfahren) und weiteren Experten. Unsere Fachärzte richten sich nach den aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und den Empfehlungen der Fachgesellschaften. Leider kann die HIPEC-Behandlung nicht jedem Patienten mit einer Peritonealkarzinose zugutekommen. Liegen Metastasen außerhalb des Bauchraums, ein starker Metastasen-Befall lebenswichtiger Organe oder ein stark geschwächter Allgemeinzustand vor, ist die HIPEC-Therapie ungeeignet. Da es sich um einen sehr vielschichtigen chirurgischen Eingriff handelt, besprechen wir den Verlauf der Operation sowie mögliche Risiken besonders ausführlich mit Ihnen. Bitte stellen Sie uns alle Ihre Fragen.
 

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Viele Tumore bilden Metastasen im Körper. Metastasen, vor allem im Bauchfell, sind eine Herausforderung, denn häufig schlägt die Chemo nicht an. Eine sogenannte HIPEC (Hypertherme IntraPEritoneale Chemotherapie) kann die Lösung sein. Dr. Michael J. Lipp, Chefarzt der Klinik für Gastrointestinale und Colorektale Chirurgie in der Asklepios Klinik Barmbek erklärt, was HIPEC ist, wie es angewendet wird und für welche Patienten mit welchen Krebserkrankungen es geeignet ist.

Patientengeschichte: HIPEC-Behandlung bei Bauchfellkrebs

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Nach der Bauchfellkrebs-Diagnose sehen die Ärzte im Heimatort von Marco Korn keine Heilungschancen mehr und raten zu einer palliativen Therapie. Er sucht allerdings nach weiteren Informationen und entschließt sich eine Zweitmeinung in der Asklepios Klinik Barmbek einzuholen. Hier rät ihm Dr. Michael Lipp, Chefarzt im Department für Chirurgie zu einer HIPEC-Behandlung (Hypertherme IntraPEritoneale Chemotherapie). Wie es Marco Korn heute geht sehen Sie im Video.

Notwendige Untersuchungen vor einer Operation (Staging)

Podcast zum Thema Darmkrebs / HIPEC

In diesem Podcast mit Chefarzt Dr. Michael Lipp geht es um die Behandlungsmöglichkeiten bei fortgeschrittenem Darmkrebs - unter anderem um die hochspezialisierte HIPEC-Therapie bei Peritonealkarzinose.

Welche Tumorerkrankungen können behandelt werden?

Spezialsprechstunde HIPEC

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